rjTec.eu stellt verwirrende Diagnosen

„Die von Ihnen erteilte Diagnose ist irreführend und eigentlich für einen Fachmann beschämend“

Ein Kunde der vor ca. 5 Jahren eine Wärmepumpe (7kW J Generation) gekauft hat ist unzufrieden mit der Leistung und Taktung. Also schrieb er ein Mail um eine (kostenlose) Analyse seiner Wärmepumpe zu erhalten.

Problem: Nach fast 5 Jahren Betrieb, 21000 Betriebsstunden und 22000 Takten ist dem Kunden plötzlich kalt.

Das erste was ich in diesem Fall überprüfe ist die Leistung der Wärmepumpe. Diese erreicht durchaus mehr als 7kW.

Im Bild sieht man braun die erzeugte thermische Leistung, in grau die benötigte elektrische Leistung und in grün die Abtauvorgänge.

Das feuchte kalte Wetter erfordert ständige Abtauvorgänge. Die Zeit in der die Wärmepumpe abtaut, fehlt bei der Wärmeerzeugung (ca. 3 Minuten pro Abtauvorgang, 2 Vorgänge pro Stunde = ca. 10% Heizenergieverlust) und zusätzlich wird für die Abtauvorgänge thermische Energie benötigt (weitere ca. 10% Heizenergieverlust). D.h. während des Abtauvorgangs wird nicht nur keine Wärme ins Haus „gepumpt“, es wird sogar Wärme aus dem Haus entzogen um das Eis zu schmelzen.

Da kann es schon mal passieren, dass die gewünschte Wärme im Haus fehlt.

Der heiße Tipp für solche Fälle: Heizstab aktivieren und sich der warmen Hütte erfreuen. Langfristig muss man sich überlegen, ob die Wärmepumpe etwas zu klein dimensioniert ist. Das folgende Bild zeigt die Leistungsverläufe mit aktiviertem Heizstab.

Weitere Analysen habe ich aufgrund der unfreundlichen Antwort (siehe ganz oben) des Kunden nicht weiter verfolgt.