Wer misst misst oftmals Mist

Diesen Spruch hört man schon in der Schule im Physikunterricht. Er stimmte, stimmt und wird immer stimmen.

Bestimmung des COP als Beispiel


Nehmen wir an, der COP der Wärmepumpe soll bestimmt werden. Die Formel ist ganz einfach:
COP = erzeugte Wärmeleistung/aufgenommene elektrische Leistung

Bestimmung der erzeugten Wärmeleistung

Die erzeugte Wärmeleistung ist das Produkt aus Spreizung, Durchfluss und einer Konstanten

Wärmeleistung = deltaT * Durchfluss * Konstante

DeltaT ist die Spreizung. D.h.

deltaT = Vorlauftemperatur – Rücklauftemperatur

Ein Beispiel:

Vorlauftemperatur = 35°C (Annahme)
Rücklauftemperatur = 30°C (Annahme)
Ergibt ein deltaT = 5K

Durchfluss = 860kg/h (Annahme)
Konstante = 1,16 Wh/(kg*K)

Wärmeleistung = 5K *860kg/h * 1,16Wh/(kg*K) = 4988W

Bestimmung der elektrischen Leistung

Die elektrische Leistung wird mittels eines Wechselstromzählers bestimmt. Dieser zeigt die elektrische Leistungsaufnahme in Watt (W) an.

Finale COP Bestimmung

Wir nehmen eine elektrische Leistung von 1000W an.

COP = Wärmeleistung/elektische Leistung = 4988W/1000W = 4,988

Damit haben wir den COP von 4,988.

Jetzt erinnern wir uns an den Spruch im Titel und fragen uns warum dieser Spruch gelten soll, wenn die Rechnung doch so schön ist.

Fehlerbetrachtung

Eine Messung ohne Fehlerbetrachtung ist Unsinn und damit falsch.

In unserem Beispiel haben wird meherere Größen gemessen. Falsch! Wir haben diese Größen mit ungenauen Meßgeräten gemessen.

Temperaturmessung

Die Temperaturmessung ist fehlerbehaftet. Und das doppelt: Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur werden mit ungenauen Meßgeräten erfaßt. Im Falle der Panasonic Wärmepumpe handelt es sich um NTC Widerstände und eine Auswerteelektronik.
1% Meßabweichung sind noch ein sehr sehr guter Wert. Wenn also der Rücklauffüher 1% zu viel und der Vorlauffühler 1% zu wenig misst, dann haben messen wir Temperaturen von:

Rücklauf: 30°C + 1% = 30,3°C
Vorlauf: 35°C – 1% = 34,65°C
Die Spreizung wird dann statt mit 5K mit 4,35K berechnet.

Das ist auf den echten Wert von 5K bezogen eine Abweichung von 0,65K und damit 13%!

Messung des Durchflusses

Der Durchfluss des Heizungswassers wird in der Wärmepumpe mit einem sehr einfachen Meßgerät erfaßt. Einfache Meßgeräte sind günstig aber ungenau.
Die Abweichung des Durchflusssensors kann mit wohlwollenden 10% angenommen werden.
D.h in unserem Falle kann der Durchfluss von 860kg/h
minimal: 860kg/h-10% = 774 kg/h
maximal: 860kg/h+10% = 946kg/h
gemessen werden.

Konstante

Die Konstante ist konstant und wird nicht (in unserem Falle) durch eine Messung bestimmt.

Elektische Leistung

Der in der Panasonic Wärmepumpe verbaute Wechselstromzähler hat die Eigenschaft die Leistung in 200W Schritten anzuzeigen. Die Genauigkeit in der Messung wird geschätzt 10% betragen.
D.h. bei einer echten el. Leistung von 1000W wird der Stromzähler folgendes anzeigen:
1000W -10% = 900W, angezeigt werden 1000W
1000W + 10% = 1100W, angezeigt werden 1200W

Fehler in der Bestimmung der Wärmeleistung

Der maximale Fehler entsteht, wenn man die Extremwerte betrachtet
Wärmeleistung(gering) = 4,35K * 774kg/h * 1,16Wh/(kg*K) = 3905,604W

Finale COP Berechnung mit extremungenauen Werten

Sollten unsere Annahmen stimmen dann wird die Wärmepumpe uns bei einem COP von ca. 5 (siehe Berechnung am Anfang) im extrem schlechten Fall den folgenden COP anzeigen:

COP (gering) = 3905,6W / 1200W = 3,25

Dieser COP wird im Bedienteil angezeigt. Der echte COP war mit etwa 5 berechnet.

Fazit

Die Bestimmung des COP mit den bordeigenen Mitteln ist sehr ungenau. Damit taugen diese Meßwerte nicht um die Effizienz der Wärmepumpe zu bestimmen.

Soll die Wärmepumpe ausgemessen werden, so sind genaue und geeichte Meßgeräte zu verwenden. Damit reduziert man den Meßfehler.

Für den Vergleich der gemessenen Werte mit den Werten in den Tabellen, muß außerdem die Wärmepumpe unter Normmeßbedingungen betrieben werden. Ohne Meßlabor ist das kaum möglich.

Filterbaugruppe

Auf dem Weg durch die Heizungsanlage nimmt das Heizungswasser Schmutz auf.
Hanf, Rost, Kunstoffreste sind häufig im Heizungswasser zu finden. Diese Störstoffe können Ventile verstopfen oder die Umwälzpumpen belasten bis diese wegen Überlastung abschalten oder kaputt gehen.
Um Störungen der Heizungsanlage und teure Reparaturen zu vermeiden wird der Einbau einer Filterbaugruppe empfohlen.

Filterbaugruppe vormontiert

Diese Filterbaugruppe besteht aus den folgenden wesentlichen Teilen:
– Vorfilter
– Luftblasen- und Schlammabscheider
– Kugelhahn
– Verbindungsrohren

Vorfilter

Der Vorfilter ist ein besonderer Kugelhahn. Innerhalb des Kugelhahn ist ein Schmutzfilter verbaut. Dieser filtert grobe Schmutzpartikel heraus.
Die Reinigung des Vorfilters ist denkbar einfach und besteht aus folgenden Schritten:
– Abschalten der Wärmepumpe
– Zudrehen des Hahns
– Öffnen der Mutter. Wenige Tropfen Wasser auffangen!
– Herausziehen des Filterelements
– Reinigen des Filterelements
– Einsetzen des Filterelement
– Zuschrauben der Mutter
– Langsames Öffnen des Kugelhahns
– Überprüfen des Wasserdrucks
– Einschalten der Wärmepumpe

Luftblasen und Schlammabscheider

Das mittlere Element, der Luftblasen- und Schlammabscheider, ist verantwortlich für die Entfernung der Luft aus dem Heizungswasser, sowie aller Schwebeteilchen, die vom Vorfilter nicht erfasst werden. Der abnehmbare Magnet zieht ferromagnetische Schwebeteilchen an und hält diese fest.

Heizungswasser mit Rostpartikeln gefiltert durch den Schlammabscheider.
Metall aus einem neuen Pufferspeicher herausgefiltert vom Flamcovent

Kugelhahn

Mittels des Kugelhahns kann die Filterbaugruppe abgesperrt werden.

Lieferumfang

Karton
Karton offen
Lieferumfang

Zusammenbau

Die Filterbaugruppe kommt in Einzelteilen und muss zusammengebaut werden.
Der Superfilter (schwarzer Hebel) wird zusammen mit dem längerem Doppelnippelrohr dicht verbunden. Beides wird an den Flamcovent dicht angeschraubt.
Der Kugelhahn wird mit dem kurzen Doppelnippelrohr dicht verschraubt und dicht an den Flamcovent befestigt.
Beim Zusammenbau ist die Fließrichtung zu beachten.
Die Filterbaugruppe wird im Heizungsrücklauf kurz vor der Wärmepumpe eingebaut. Die Durchströmungsrichtung ist Heizungsrücklauf -> Superfilter -> langes Doppelnippelrohr -> Flamcovent -> kurzes Doppelnippelrohr -> Kugelhahn -> Wärmepumpe IN

Beim Zusammenbau die Durchflussrichtung (Pfeil) am Superfilter und Flamcovent beachten

Schwacher COP

Manchmal kommt es vor, daß sich Kunden über einen schlechten COP (Coefficient of Performance, siehe WIKIPEDIA) der Wärmepumpe wundern. Oftmals hängt der geringe COP mit falsch kalibrierten Temperaturfühlern im Vor- und Rücklauf zusammen.

Prüfung der Temperaturfühler

Die Genauigkeit der Vor- und Rücklauftemperaturfühler kann auf verschiedene Weise überprüft werden:
a) Vergleich der angezeigten Temperatur mit externen Thermometer
Ist ein externer Wärmezähler verbaut, so kann dort die genaue Temperatur abgelesen werden. Dabei ist zu beachten, daß je weiter der Wärmezähler von der Wärmepumpe entfernt ist, die Temperatur von der in der Wärmepumpe stärker abweicht.
Die Temperatur kann aber auch mit einem Thermometer direkt an der Wärmepumpe gemessen werden. Dabei ist zu beachten, daß die Messung nicht verfälscht werden sollte (Grundsatz „Wer misst misst Mist“ beachten!).

b) Abgleich der internen Temperaturfühler untereinander
Für die Genauigkeit der Berechnung des COP ist nicht die absolute Temperatur wichtig sondern die Differenz zwischen Vor- und Rücklauf. D.h. wenn im Stillstand des Verdichters bei laufender Umwälzpumpe die Temperatur im Vor- und Rücklauf gleich angezeigt wird, dann ist auch die Messung der erzeugten Wärmeenergie hinreichend korrekt. Sind die Werte unterschiedlich, z.B. der Rücklauf höher als der Vorlauf, dann wird die erzeugte Energiemenge falsch berechnet und damit auch der COP.

Die von der Wärmepumpe gemessene Vor- und Rücklauftemperatur kann im Menu Systemüberprüfung
– im Untermenu Wassertemperaturen (Generation H)
– im Untermenu Systeminformation (Generation J)
angezeigt werden.

Falsch kalibrierte Temperaturfühler, der Rücklauf zeigt eine um 2K erhöhte Temperatur an (Fall b). Es könnte natürlich auch sein, daß der Vorlauf zu gering angezeigt wird.


Weicht die dort angezeigte Temperatur von der unter a) oder b) gemessenen Temperatur ab, so können die Temperturfühler im Bereich +-2K in 0,5K Schritten kalibiert werden.

Kalibrierung der Temperaturfühler

In der Anleitung ist das Wartungsmenu beschrieben. Es wird aufgerufen, indem man bei ausgeschalteter Wärmepumpe (grüne LED leuchtet nicht) gleichzeitig die Tasten:
Zurück, Eingabe und Pfeil rechts
5 Sekunden lang drückt.

Wartungsmenu


Im Menu Fühlerkalibrierung kann dann die Kalibrierung der Vor- und Rücklauftemperaturfühler vorgenommen werden.

Fühlerkalibrierung

Nach der Kalibrierung sollten die Temperaturfühler die korrekte Temperatur anzeigen. Damit sollte auch die erzeugte Wärmemenge und der COP den wahren Wert anzeigen.

Panasonic Museum

Wer Japan besucht sollte etwas Zeit für das Panasonic Museum in Osaka einplanen.
Dieses Museum gibt dem Besucher einen Einblick in die 100 jährige Geschichte der Firma Panasonic sowie einen Einblick in das Wirken des Firmengründers Konosuke Matsushita.

Dort lernt man, daß der Name Panasonic erst 1955 in Amerika als Marke für Lautsprecher (Panasonic – verteilen von Geräuschen) kreiert wurde. Ursprünglich wurden Artikel unter der Marke „National“ vertrieben.

Markenlogos im Laufe der Geschichte

Das Museum ist in ca. 60-90 Minuten in Ruhe besichtigt. Viele interessante Exponate wie z.B. die ersten Produkte (Stromverteiler aus Glühlampenfassungen oder Fahrradlampen) oder Fernseher, Radios, Staubsauger und Klimageräte können bestaunt werden.
Der National Boy ist ein Maskottchen welches gerne aus dem Museumsshop mitgenommen wird.

National/Panasonic hat auch Elektrofahrräder produziert
Staubsauger aus vergangenen Zeiten

Bedieneinheit für Panasonic Aquarea Luft-Wasser Wärmepumpen

Dieser Artikel befasst sich mit der Bedieneinheit für Panasonic Aquarea Luft-Wasser Wärmepumpe.

Wo und wie wird die Bedieneinheit geliefert?

Die Bedieneinheit wird immer mitgeliefert. Diese befindet sich im oder am Gerät.

Monoblock Wärmepumpen

Dazu muss das vordere Blech (Panasonic und Inverter Aufkleber) entfernt werden. Die Bedieneinheit ist in einem kleinen Karton verpackt und mit blauen Klebeband irgendwo am inneren Blech befestigt. Bei den Monoblock LT Geräten befindet sich die Bedieneinheit oberhalb der Hauptplatine. Bei den Monoblock T-CAP Geräten befindet sich die Bedieneinheit im mittleren Bereich auf dem MAG.

Split-Wärmepumpen

Bei Splitgeräten, befindet sich die Bedieneinheit eingebaut am Innengerät.

3 Wege Zonenventil

Ein 3 Wege Zonenventil ist ein elektrisch gesteuerters Ventil, welches im Heizungssystem den Wasserfluss umlenken kann.

In den meisten Fällen, wird Brauchwasser in einem Boiler auf eine wesentlich höhere Temperatur als für die Heizung notwendig gewärmt.
Deshalb ist es notwendig, das im Brauchwassermodus wesentlich wärmere Wasser in den Boiler umzuleiten.
Im Heizungsmodus pumpt die Wärmepumpe das Heizungswasser in die Heizkreise.

Diese Umschaltung wird durch das 3 Wege Zonenventil erledigt.

Panasonic Monoblock-Wärmepumpen haben zwei hydraulische Anschlüsse:

  1. Heizungsvorlauf
  2. Heizungsrücklauf

Im Falle einer Biblock Wärmepumpe (Splitsystem) kann ein 3 Wege Zonenventil in das Innengerät eingebaut werden, dann hat das Innengerät 3 Ausgänge:

  1. Brauchwasservorlauf
  2. Heizungsvorlauf
  3. Gemeinsamer Rücklauf

Afriso AZV 643

Für Panasonic Monoblock Wärmepumpen wird oft das elektromotorisch betriebene Afriso AZV643 3 Wege Zonenventil verwendet. Dieses Ventil wurde schon über 100 mal mit Panasonic Wärmepumpen verbaut und funktioniert tadellos.
Es besteht aus zwei Teilen:
1. motorischer beidseitig wirkender Antrieb (keine Feder!)
2. Ventilkörper

Afriso AZV643
Die technischen Daten sind wie folgt (Auszug):

kvs = 8m³/h
Umschaltzeit: 8 Sekunden
Nennspannung: 230V AC
Nennleistungsaufnahme: 7VA
Temperatur des Mediums: 5-80°C
Temperatur der Umgebung: 1-60°C
Anschlussleitung: 3x0,75, 1m

Der Ventilkörper hat drei 1″ Anschlüsse:
A: Ausgang 1 (z.B. Heizung)
B: Ausgang 2 (z.B. Boiler)
AB: Eingang (von der Wärmepumpe kommend)

Elektrisch wird das Ventil mit drei Leitungen angeschlossen:
blau: N Leiter
braun: L Leiter (Phase, dauer)
schwarz: Steuerkabel

Der blaue und braune Leiter müssen dauerhaft an den Nullleiter bzw. Phase angeschlossen sein.
Der schwarze Leiter dient der Umschaltung zwischen AB->A und AB->B

Anschlussbeispiel

Der entscheidende Vorteil dieser Konfiguration ist, dass N und L lokal in der Nähe des Ventils angeschlossen werden können und nur der schwarze Leiter zur Wärmepumpe geführt werden muss. Dabei muss sichergestellt werden, dass die lokale Phase und der Steuerausgang an der Hauptplatine gleiche phasenlage haben. Sonst liegen möglicherweise 400V am Stellantrieb an. Dies würde die Wärmepumpe und/oder den Stellantrieb zerstören.

Die Einbaulage des Ventils, also ob A oder B zur Heizung angeschlossen wurden, spielt keine Rolle. Über den elektrischen Anschluss an der Hauptplatine kann das Ventil elektrisch „umgedreht“ werden. Dazu wird das schwarze Kabel zwischen „open“ und „close“ Anschluss an der Hauptplatine der Wärmepumpe umgeklemmt.

Einbaubeispiel

Panasonic Aquarea Generation J

Der Nachfolger der Generation H der beliebten Panasonic Aquarea Luft-Wasser Wärmepumpe ist verfügbar.

Was ist neu?

Die Serie J ist jetzt mit dem Kältemittel R32 gefüllt (vorher R410A). Dieses Kältemittel hat einen geringeren GWP von 675 (einfach erklärt: 1kg R32 in die Atmosphäre entlassen entspricht 675kg CO2, genaue Erklärung gibt es bei Wikipedia).
R410A hat ein GWP von 2088.
Die Verwendung von R32 hat zur Folge, daß jetzt die Raumgröße bzw. Belüftungsöffnungen am Aufstellungsort eine Rolle spielen. R32 ist brennbar.

In der Regel entfallen mit R32 die jährlichen Dichtigkeitskontrollen des Kältekreises.

Die möglichen Leitungslängen sind jetzt größer und der Verlust an Leistung und Effizienz bei längeren Leitungen ist gerninger.

Es wurden ein paar Verbesserungen am Entlüfter und Grobfilter durchgeführt.

Das Innengerät ist jetzt aus europäischer Produktion.

Die Steuerung hat eine neue Software. Z.B. kann die Heizkurve bis -20°C konfiguriert werden. Auch die Heizstabfreigabe kann auf -20°C eingestellt werden.
Ein großer Vorteil ist die Änderung im Menu Systemüberprüfung. Dort ist der Punkt Wassertemperaturen entfallen. Stattdessen ist der neue Punkt Systeminformation aufgenommen worden. Jetzt werden auf einer Seite die Wassertemperaturen, die Verdichterfrequenz und auch die Pumpenfließrate angezeigt.

Neues Menu Systeminformation Teil 1
Neues Menu Systeminformation Teil 2

Was hat sich nicht verändert?

Die Steuerung, Zusatzplatine, Smart Cloud Modul, KNX/Modbus Schnittstellen und Accessoires sind unverändert.

Die Preise sind gegenüber der Generation H auch unverändert.

Welche Modelle gibt es (Stand Juni 2019)?

Aktuell verfügbar sind Modelle der All in One Reihe:
KIT-ADC3JE5-SM : 3 kW
KIT-ADC5JE5-SM : 5 kW
KIT-ADC7JE5-SM : 7 kW (Topseller!)
KIT-ADC9JE5-SM : 9 kW

Diese Modelle bestehen aus einem Außengerät und einem Innengerät mit Boiler.

Der große Vorteil dieser Geräte ist, daß die Brauchwasserbereitung schon inklusive ist. Es müssen nur noch die Heizungsrohre, Kaltwasserzulauf und Warmwasserabgang angeschlossen werden.

Das 3 Wege Umschaltventil, Boilerfühler und interne Verrohrung sind schon im schicken Innengerät eingebaut. Da der Verdichter im Außengerät eingebaut ist, kann das Innengerät auch in einem Raum im Haus eingebaut werden, der öfter von den Hausbewohnern benutzt wird. Z.B. Küche.

Wir denken, dass es im Neubau in den meisten Fällen die beste Variante aller Panasonic Wärmepumpen ist.

Das Außengerät auf einem „zombieapokalypsesicherem“ Sockel

Update November 2019

Seit Neustem gibt es auch die Modelle ohne integrierten Boiler:
KIT-WC03J3E5-1
KIT-WC05J3E5-1
KIT-WC07J3E5-1
KIT-WC09J3E5-1

Die neuen Geräte sind jetzt BAFA gelistet.
Im Vergleich zu der Generation H haben sich die Werte in vielen Fällen verbessert.
Damit ist jetzt öfter auch eine Förderung im Neubau möglich. Im Bestand kann jetzt auch öfter die Innovationsförderung in Anspruch genommen werden.

Fragen der Kunden

Oft stellen die Kunden die gleichen Fragen. Ein paar davon werden hier beantwortet.

Technische Fragen

  1. Was verbraucht eine Wärmepumpe?
    Die Wärmepumpe „verbraucht“ elektrische Energie. Wie viel hängt davon ab, wie viel Wärme das Haus über das Jahr benötigt.
  2. Aber mein Haus ist z.B. 120m² gross, wie hoch wird meine Stromrechnung sein?
    Auch diese Frage lässt sich eindeutig beantworten: diese wird höher sein als ohne Wärmepumpe. Es gibt Häuser die brauchen sehr wenig Energie, es gibt andere Häuser die brauchen sehr viel Energie.
  3. Ja aber ich muss wissen wie viel Strom ich zahlen werde.
    Die vom Haus benötigte Wärmemenge pro Jahr lässt sich z.B. aus den Verbräuchen der letzten Jahre abschätzen. Man könnte auch den Energieausweis befragen.
    Wenn man z.B. im Jahr 1500L Heizöl verbraucht, dann hat man ca. 15000kWh Energie erzeugt. Von diesen 15000kWh sind, abhängig vom Wirkungsgrad der Ölheizung vielleicht 70-85% ins Haus geleitet. Der Rest sind Verluste.
    Wenn man von 80% ausgeht, dann sind 12000kWh ins Haus geleitet worden. Eine Wärmepumpe die im durchschnittlichen Fall mit einer Jahresarbeitszahl von 4,3 arbeitet würde 12000kWh/4,3= 2790kWh Strom benötigen
  4. Ich habe eine Heizlast von 8,7kW. Passt die WH-MXC09H3E8 zu meinem Haus?
    Von der Heizlast her passt die Wärmepumpe. Aber es gibt noch andere Parameter die passen müssen.
    a) wie hoch ist die Vorlauftemperatur im Winter?
    Je geringer die benötigten Temperaturen im Heizsystem sind, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Werden Temperaturen von über 50°C benötigt, muss man gut überlegen, ob eine Wärmepumpe geeignet ist. Gut sind Temperaturen von unter 40°C, ideal unter 35°C.
    b) passt die Hydraulik? Eine Wärmepumpe benötigt einen hohen Volumentstrom. Dünne Röhrchen, wie bei den Hochtemperaturöfen (Gas, Öl, Pellets) oft verwendet, sind nicht geeignet.
    c) ist ein entsprechender Stromanschluss vorhanden, oder kann dieser hergestellt werden?
    Ohne entsprechende Stromversorgung kann eine Wärmepumpe nicht funktionieren. Wärmepumpen bis 9kW Leistung gibt es als 230V Version. Ab 9kW sollte man über Drehstrom nachdenken.
  5. Ich habe eine PV Anlage auf dem Dach. Kann die Wärmepumpe diesen Strom verbrauchen?
    Ja sie kann, aber. Eine Wärmepumpe kann nicht der Stromerzeugung eines Wechselrichters folgen. Jede kleine Wolke die am Himmel vorbei zieht, reduziert die erzeugte Strommenge. Die Wärmepumpe wird dieser wechselnden Stromerzeugung nicht folgen. Die PV Leistung sollte so gewählt werden, dass die von der Wärmepumpe benötigte Leistung auch bei wechselhaften Wetter erzeugt wird. Alternativ kann ein Batteriesystem die PV Energie zwischenspeichern und die Wärmepumpe bedient sich nach eigenem Bedarf des Stromes.
  6. Ich habe eine Heizlast von 28kW. Da ist eine Wärmepumpe nicht geeignet, oder?
    Die Wärmepumpe muss auch zur Heizlast passen. Auch, weil andere Parameter auch sehr wichtig sind. Wenn die Heizung im Winter mit idealerweise 35°C auskommt, dann ist eine Wärmepumpe auch bei einer Heizlast von z.B 50kW geeignet. Die Effizienz der Wärmepumpe hängt nicht von der Leistung ab. Die Effizienz ist hauptsächlich von der benötigten Vorlauftemperatur abhängig.
  7. Kann man mehrere Wärmepumpen in Kaskade schalten?
    Ja.
  8. Was bedeuten die Angaben z.B.: A7/W35
    Lestungswerte der Wärmepumpe werden bei verschiedenen Bedingungen gemessen und angegeben. A7/W35 bedeutet, dass die Messung für Außenlufttemperatur +7°C und Wassertemperatur 35°C angegeben wird (A-Air, Luft, W-Water, Wasser).
  9. Der Ventilator hat eine Unwucht!!!
    Nein, der Ventilator hat bestimmt keine Unwucht. Der Lüfter ist mit einer Schraube und einer Unterlegscheibe am Motor befestigt. Diese Unterlegscheibe ist manchmal nicht mittig montiert. Das hat nur den optischen Effekt des „Eierns“ aber auf die Unwucht oder Laufruhe des Ventilators hat das keinen Einfluß.
  10. Meine Wärmepumpe schsfft die Temperatur xyz °C nicht. Ist diese defekt?
    Sicherlich kann auch ein Defekt vorliegen. Oftmals ist aber die einfachste Physik schuld. Eine Wärmepumpe kann nur eine bestimmte Wärmeleistung erbringen. Die erbrachte Wärmeleistung ist direkt für die Temperatur im Haus verantwortlich. Wenn das Haus mehr Wärme verliert als die Wärmepumpe zu erbringen vermag, wird die Temperatur im Haus nicht steigen.

Allgemeine Fragen

  1. Arbeiten Sie auch 24/7/365?
    Ja. Sie können auch nach 18 Uhr anrufen oder vor 8 Uhr morgens oder am Wochenende ganztags. Nur ich werde nicht rangehen.
    Die Liste der Feiertage in Bayern kann per Suchmaschine gefunden werden.
  2. Kann man Ihnen ein Fax schicken?
    Ja, aber es wird nicht ankommen. Wir sind altmodisch, aber so altmodisch auch wieder nicht. Email ist das Mittel der Wahl um in Kontakt zu treten.
    Bei dringenden Fällen oder wenn ein persönliches Gespräch angebracht ist, dann bitte anrufen.
    Manchmal ist es sinnvoll, ein paar Bilder zu versenden. Mit den Smartphoneapps Signal oder Telegram kann man Bilder und Kurznachrichten einfach versenden.
    Aber bitte nicht: per email eine Frage senden, per SMS nachfragen ob die email gelesen wurde und eine Minute später anrufen ob ich die SMS gelesen habe.
  3. Warum werden Rechnungen für ebay Käufe am Wochenende versendet?
    Weil die Bürofee nur am Wochenende Zeit dafür hat.
  4. Wann wird meine email endlich beantwortet?
    Sobald der Chef Zeit hat. Leider ist es so, dass manchmal wichtige emails zu lange liegen bleiben. Jetzt im Herbst will jeder Kunde schnell bedient werden. Leider hat der Tag nur 24h und ca. 10h davon werden unproduktiv verbracht (z.B. Schlafen, Essen, Ka…). In der restlichen Zeit wird geschuftet bis es qualmt. Jede Anfrage wird ernst genommen und möglichst schnell bearbeitet.
    Eine kurze Erinnerung nach drei Tagen tut manchmal Wunder.

Die Wärmepumpe wirft einen Fehler

Was tun in diesem Fall?
Als erstes: tief durchatmen.
Als zweites: überlegen was in den letzten 30-60 Minuten geändert wurde
Als drittes: überlegen ob das zweitens irgendetwas mit dem Fehler zu tun haben könnte

Ein Beispiel
Letztens klingelt das Telefon:
„Hallo Robert hier ist der Paul (Name geändert, der richtige Name ist der Redaktion bekannt) Meine Wärmepumpe ist mit dem Fehler H62 ausgestiegen. Was ist loooossss???“

„Lieber Paul, was hast du an der Heizung in den letzten Minuten geändert.“

„Ich habe nix gemacht. Nur ein paar Heizkreise habe ich abgedreht.“

„Nun lieber Paul, dann dreh die Heizkreise wieder auf. Die Wärmepumpe braucht in deinem Fall mind. 7l/Min Durchfluss, wenn du ein paar Kreise abgedreht hast, dann kann die Wärmepumpe ihren Mindestdurchfluss nicht erreichen und steigt zum Eigenschutz mit dieser Fehlermeldung aus.“

Unser Motto lautet: Auch bei „ich habe nix gemacht“ Fehlern, dem Kunden freundlich zu helfen.

Heizungswasser

Panasonic schreibt für die Wärmepumpen bestimmte Wasserqualität im Heizungswasser vor. Diese sollte eingehalten werden.

Wasserhärte 3,5-8,4°dH,
0,624mmol/l – 1,498mmol/l
Leitfähigkeit <=800µS/cm
Chlorid <150 mg/l
pH-Wert 7 – 9