Kondensat aus der Außeneinheit

Oft kommt die Frage nach dem Kondensat, welches im Heizbetrieb aus der Wärmepumpenaußeneinheit ausfällt.

Wenn der Boden nicht gefroren ist, dann stellt das Kondensat meist kein Problem dar. Das Wasser versickert oder fließt ab.

Im Winter – wenn’s friert

Ist der Boden stark gefroren, dann wird das Kondensat weder abfließen noch versickern. Ein Eisberg wird sich formen.

Beispiel:

Man sieht es schlecht, aber der Eisberg ist schon mehr als 25cm hoch. Nur eine Außeneinheit ist im Betrieb.

In diesem Beispiel muss man sich etwas überlegen, damit das Kondenswasser nicht auf dem Boden gefriert. Natürlich ist das ein Extrembeispiel. Bis das warme Abtauwasser den Boden erreicht, wird es auf dem 3m langen Weg stark abkühlen.

In der Regel

In den meisten Fällen wird die Außeneinheit knapp über dem Boden aufgestellt. Damit fällt das warme Abtauwasser auf dem Boden und kann versickern oder abfließen. Aber auch bei der Bodenmontage kann es passieren, dass sich wie im KI generierten Beitragsbild ein Eisberg unter der Wärmepumpe bildet. Wächst dieser Eisberg in die Außeneinheit, so kann diese beschädigt werden.

Die Wärmepumpe ein Versuch einer Erklärung

Mache Themen erklärt man besser mit einem Vergleich zu etwas, was hinlänglich bekannt ist. So soll diese Beitrag keine wissenschaftliche Ausarbeitung über eine Wärmepumpe sein, sondern eine Erklärung der Prinzipien einer Wärmepumpe mit Kraftfahrzeugen.

Kraftfahrzeuge oder kurz Autos sind fast jedem bekannt. Jeder kann sich etwas darunter vorstellen. Trotzdem schreibe ich kurz auf was ein Auto für mich ist.

Ein Auto – die Definition

Ein Auto ist für mich, und so soll ein Auto hier verstanden werden, ein technisches Gerät mit 4 Rädern und Platz für Menschen und Gepäck. Angetrieben durch eine mechanische Kraftmaschine (für diesen Artikel ist es sogar besser von einem bekannten, historischen Verbrennungsmotor auszugehen). Im Auto ist auch ein Tank, in diesem befindet sich hoch giftige und hoch brennbare Flüssigkeit, die während der Fahrt im Motor verbrannt wird um das Auto anzutreiben.

Eine Wärmepumpe – die Definition

Wenn in diesem Beitrag von einer Wärmepumpe gesprochen wird, dann wird ein Gerät gemeint, welches draußen vor dem Haus steht, Luft ansaugt, der Luft die Wärme entzieht und diese Wärme an die Heizungsanlage überträgt.

Eine Heizungsanlage – Die Definition

Die Heizungsanlage besteht aus Rohren und Heizkörpern oder einer Flächenheizung. Heizkörper und Flächenheizung geben die Wärme des Heizungswassers an die Räume ab um diese zu erwärmen.

Die Fahrt München – Hamburg

Jetzt geht es ins Eingemachte. Ein typischer Ablauf.

Stellen Sie sich vor, Sie haben den Wunsch ohne Anstrengung von A nach B zu kommen.

Sie finden heraus, dass ein Auto genau dies leistet. Es bringt Sie ohne Anstrengung von A nach B.

Sie machen sich auf die Suche nach einem Auto und stellen fest, dass es verschiedene Autos gibt und diese Autos von verschiedenen Händlern angeboten werden.

Sie suchen sich das richtige Modell aus und kaufen es beim Händler des geringsten Misstrauens.

Hoffentlich schon vor dem Kauf haben Sie festgestellt, dass sich Autos nicht nur in Größe, Farbe und Form unterscheiden, sondern es gibt auch Unterschiede in den technischen Parametern. Diese könnten sein:

  • Leistung
  • Verbrauch
  • Beschleunigung
  • Lautstärke

Jetzt haben Sie sich das Traumauto gekauft und wollen es nutzen. Dabei stellen Sie fest, oh, ohne Führerschein darf ich das Auto nicht fahren. Also bilden Sie sich weiter und machen den Lappen oder Sie stellen einen Chauffeur ein der Sie durch die Gegend fährt.

Froh über den Kauf des Autos laden Sie alle Freunde ein, packen den Kofferraum voll und hängen noch einen beladenen Anhänger an und fahren los. Z.B. von München nach Hamburg. Vorher, ohne das Auto kennengelernt zu haben, stellen Sie den Sitz und die Rückspiegel ein und lassen die weiteren Einstellungen oder Veränderungen am Auto sein.

Sie haben sich vorgenommen diese Strecke in einer gewissen Zeit zu schaffen. Sagen wir 10 Stunden.

Anfangs fahren Sie langsam auf der Autobahn. Das Auto fährt, verbraucht Kraftstoff in etwa so wie vom Hersteller angegeben. Vielleicht etwas mehr aber Sie wissen, dass das Auto voll beladen ist und akzeptieren den Mehrverbrauch. Zwischendurch „optimieren“ Sie noch die Einstellungen des Fahrzeugs.

Irgendwann kommen Sie an den kasseler Bergen vorbei und stellen fest:

Oh, wir sind viel zu langsam gefahren um Hamburg in der gewünschten Zeit zu erreichen. Wir müssen mehr „Gas“ geben um schneller zu fahren.

Plötzlich steigt der Verbrauch, das Fahrzeug beschleunigt nicht so wie im Datenblatt angegeben und das Fahrzeug wird sehr laut.

Sie denken: muss so. Die Karre muss schließlich die Passagiere, das Gepäck und den Anhänger die Berge hochziehen und dann erinnern Sie sich noch dass Sie vorher entspannt gefahren sind und jetzt die verlorene Zeit aufholen müssen. Also „Vollgas“ die Berge hoch, egal was die Karre schluckt und wie viel Lärm sie macht.

Irgendwann kommen Sie in Hamburg an und erfreuen sich der Stadt. Sie schauen auf den Verbrauch, erinnern sich an Ihre Fahrweise und lassen es gut sein.

Ein typischer Winterheiztag

Sie sitzen daheim und es ist kalt. Also denken Sie sich, eine Heizung wäre doch etwas nettes. Öl und Gas von den einwandfreien Demokraten wollen Sie nicht, Holz ist zu anstrengend und Sie denken sich, die Heizung muss auch laufen, wenn niemand daheim ist.

Also informieren Sie sich über Wärmepumpen. Luft Wasser Wärmepumpen. Sie kaufen sich eine und, weil Sie schon mal ein Regal aus Schweden zusammengebaut haben, trauen Sie sich die Wärmepumpe einzubauen.

Die Anleitung wird nur überflogen, ein „Wärmepumpenführerschein“ gibt es so nicht, aber das Regal hängt ja auch schon einer Weile und ist nicht zusammengefallen.

Irgenwann ist die WP eingebaut und von Ihnen konfiguriert. Sie schalten die WP ein und genießen die Wärme. Verlangt werden 40°C im Vorlauf, denn nur so geben die Heizkörper genug Wärme ab.

Das Haus ist ausgekühlt also muss die Wärmepumpe ran. Sie sagen sich: Langsam, wir haben doch einen Flüstermodus. Lasst uns den einschalten!

Die Wärmepumpe säuselt vor sich hin und Sie wundern sich, warum die eingestellte Vorlauftemperatur nicht erreicht wird. Also ran an die Einstellungen: Spreizung erhöhen!

Der Abend naht und die lieben Nachbarn, denen will man keine laufende Wärmepumpe zumuten. Weil das Haus noch kalt ist, schaltet man frustgeladen die WP ab und geht schlafen.

Am nächsten Morgen schaltet man die WP wieder ein. Das Haus ist wieder kalt das Trauerspiel fängt von vorne an.

Nach einigen Tagen schreiben Sie frustrierte Emails an den Wärmepumpenhändler und verlangen eine Reparatur der offensichtlich defekten Wärmepumpe.

Die Geschichte vom Auto welches betrieben wird wie die Wärmepumpe

Sie kennen es schon: Sie wollen Autofahren, kaufen Auto, fahren los…

Natürlich haben Sie keinen Führerschein wozu auch. Autofahren kann doch jeder. Natürlich haben Sie alle Einstellungen nach Ihren Bedürfnissen verändert. Denn Sie kennen sich aus.

Vollbeladen und mit Anhänger fahren Sie los. Geben „Gas“ und schimpfen über den Lärm des Motors und den Verbrauch. Sie schimpfen auch über die mangelnde Beschleunigung und die Endgeschwindigkeit wird auch nicht erreicht. Ein Skandal.

Dann ziehen Sie noch die Handbremse leicht an und sind schon kurz vor dem Telefonanruf zum Anwalt. Diese Karre hält nicht was der Händler versprochen hat. Weder Verbrauch, noch Lautstärke noch die Endgeschwindigkeit sind auch nur in der Nähe der im Prospekt angegebenen Werte.

Schlusswort

Sie haben sicher gemerkt, die erste Geschichte womöglich sich ständig ereignet. Kaum jemand der bei Sinnen ist würde aus dieser Fahrt ein Drama machen.

Die zweite Geschichte ist leider das was ich manchmal erlebe. Leider wird oft ohne Wissen und Verständnis für die Zusammenhänge eine Wärmepumpe eingebaut und betrieben. Natürlich erwartet man vom Internethändler das trotz des geringen Preises ein Service angeboten wird, wie der lokale Heizungsbauer anbieten könnte.

In der dritten Geschichte habe ich versucht den leider manchmal vorkommenden Umgang mit einer Wärmepumpe in die Autowelt zu übertragen. Wer so mit seinem Auto umgeht und sich dann über das Auto beschwert, dem ist nicht zu helfen.

Splitklima oder ein wassergeführtes System?

Immer wieder werde ich nach meiner Meinung zum Thema „kann ich mein Haus auch mit einer Splitklima heizen?“ gefragt.

Jetzt hat auch Andreas Schmitz (Der Akku Doktor) auf Youtube ein Video reingestellt in dem er von lufterwärmenden Heizsystemen schwärmt.

Warum fühle ich mich befähigt meinen Senf niederzuschreiben?

Seit etwa vorgestern habe ich mit Wärmepumpen zu tun. Habe schon ein paar vom Weitem gesehen und die eine oder andere schon mal angefasst. Das Fernsehen möge mich als „Experten“ zum netten Talk einladen.

Brauchwassererwärmung

Als erstes das einfachste Thema. Hat man keine wasserführende Heizung und sind mehr als 2-3 Personen im Haushalt, ist eine Brauchwasserwärmepumpe (BWWP) ideal.

Hat man eine wassergeführte Heizung kann man auch mit der Heizungswärmepumpe das Brauchwasser erwärmen.

Sind weniger als 3 Personen im Haushalt, kann man sich überlegen, ob eine Brauchwassererwärmung mit einem Durchlauferhitzer günstiger ist.

Der Unterschied

Ein luftführendes Heizungssystem wie eine Splitklima heizt direkt die Luft auf. Die warme Luft wird dann mittels Ventilator im Raum verteilt. Man kann die Luft auch an zentraler Stelle erwärmen und dann über Luftkanäle in die Räume führen.

In einem wasserführenden Heizsystem wird Heizungswasser von der Wärmepumpe erwärmt. Dieses Wasser wird dann in den Heizrohren zu den einzelnen Räumen geführt und dort erwärmt das Heizungswasser die Luft. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten wie das Heizungswasser den Raum erwärmen kann:

  • Heizkörper : Wärme durch Konvektion (Luftbewegung)
  • Flächenheizung : Wärme durch Strahlung und Konvektion
  • Fancoils : Wie Heizkörper nur auch für Niedertemperatur im Heizungswasser geeignet

Jetzt kommt meine Meinung

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass mir und vielen Gesprächspartnern die Strahlungswärme angenehmer ist als von warmer Luft umströmt zu werden.
Diese Strahlungswärme lässt sich mit normalen Splitklimas die einen Raum erwärmen kaum realisieren.

Mit einer wasserführenden Heizung, ist es ganz einfach, beim Bau oder nachträglich, eine wärmestrahlende Flächenheizung zu erstellen.

Praxisbeispiele

Aus dem eigenem Leben werde ich Beispiele nennen, die aufzeigen sollen, warum ich Splitklimas einsetze und eine wasserführende Heizung einbauen werde.

Beispiel 1: Ferienhaus

Dieses Haus wurde in einem desolaten Zustand übernommen. Die Heizung bestand dort aus einem Kaminofen in einem Zimmer und der Hoffnung, dass die Wärme aus diesem Zimmer die anderen Zimmer erreicht und wohl temperiert.

Ein wasserführendes Heizsystem in Form von Kupferrohr in Estrich im EG wurde damals eingebaut aber nie in Betrieb genommen. Ausgelegt war dieses System mit einem Heizstab mit Pumpe erwärmt zu werden. Scheinbar waren die Stromkosten damals geringer.

Um dort zeitweise leben zu können und damit nicht alles wieder einfriert und auffriert, musste eine schnelle Lösung gefunden werden. Am einfachsten war es also zwei Splitklimas, je eine im EG und OG, einzubauen.

1 Tag Arbeit und das Haus hatte eine Heizung.

Das Haus ist aufgebaut aus Porenbetonsteinen. Diese, einmal aufgewärmt, halten die Wärme im Raum und bieten eine warme Wand. Wäre nicht das Geräusch des Lüfters und der doch von einigen wahrnehmbare Luftzug, könnte man dieses Heizsystem belassen.

Leider ist es so, dass auch die Wärme aus dem Wohnzimmer im EG und dem Flur im OG, nicht immer motiviert ist in das Bad im EG zu wandern. Deshalb ist das Bad EG mit Wärme unterversorgt. Der Luftzug und die nachts besonders wahrnehmbaren Lüftergeräusche, verlangen einen Einbau einer wasserführenden Heizung.

Diese wird realisiert durch eine Deckenheizung im Trockenbau im EG und OG. Im EG versuche ich noch die vorhandene Fussbodenheizung unterstützend in Betrieb zu nehmen.

Im OG wird auch im Trockenbau eine Deckenheizung auf der Schrägdecke realisiert. Für den Einbau einer FBH fehlt mir etwas Motivation. Im OG sind vor allem Schlafräume. Dort ist keine so große Raumwärme notwendig.

Die Splitklimas verbleiben. Diese wurden mit viel Liebe an der zum Wald zeigenden Wand befestigt und ein Abbau würde die Wand verschandeln.

Angedacht ist es das Haus mit einer 9kW K Generation Wärmepumpe zu beheizen. Weil das Haus nicht ständig bewohnt ist, soll das Brauchwasser mittels Frischwasserstation erwärmt werden.

Beispiel 2: Renovierungsobjekt Wohnhaus

Eine Baustelle eines EFH mit bereits vor Jahren ausgebauter Ölheizung muss irgendwie auf Temperatur gebracht werden. Es wurden drei Räume auserkoren, die beheizt werden sollen. Die schnellste Möglichkeit: 1 Tag Arbeit und 3 verbaute Splitklimas beheizen diese Räume.

Auch wenn hier niemand dauerhaft wohnt ist es sehr unangenehm die ständigen Lüftergeräusche zu haben. Jetzt wo es Draußen kalt ist, gibt es auch viele Abtauvorgänge. Jeder Abtauvorgang dauert 5-6 Minuten. In dieser Zeit ist der Lüfter der Inneneinheit aus. Die Außeneinheit dreht hoch und taut ab. Die Abtauenergie kommt vom Verdichter (Strom) und man merkt wie die Zuleitungen gefrieren.

Wegen der schlechten Isolierung der Wände und Decken merkt man jeden Abtauvorgang, da die Temperatur merklich sinkt.

Wäre das Haus fertig saniert und energetisch ertüchtigt, dann würde die Raumtemperatur nicht merklich während der Abtauvorgänge abfallen. Trotzdem bleibt das Lüftergeräusch, das Geräusch des Kältemittels beim Abtauen, die fehlende Strahlungswärme.

Würde man alle Räume mit Splitklima beheizen wollen, wäre natürlich in jedem Raum eine Inneneinheit und an der Wand eine Außeneinheit notwendig. Oder man investiert in ein Multisplitsystem wo eine Außeneinheit 4-5 Inneneinheiten versorgt.

Gerade wo ich die Zeilen tippe hat ein Abtauvorgang begonnen. Der Lüfter ist endlich kurz aus. Dafür gab es kurzzeitig pfeifende Kältemittelgeräusche. Jetzt knapp 30 Sekunden später hört man den Verdichter hochlaufen und das Kältemittel rauscht durch die Leitung. Das höre ich nur, weil es nicht möglich war die Kältemittelleitungen direkt durch die Wand nach Draußen zu verlegen.

Die Pläne für die Zukunft sehen vor in jedem Raum eine Flächenheizung in Form einer Fußbodenheizung zu realisieren. Wo es geht wird eine Wandheizung eingebaut. Im OG wird die Schrägdecke im Trockenbau als Flächenheizung realisiert. Dieser kann dann im Sommer auch zur „Verhinderung der übermäßigen Aufheizung“ (= temperieren mit Heizungswasser welches den Taupunkt nicht unterschreitet) verwendet werden.

Splitklimas werden wahrscheinlich nicht eingebaut. Eher entscheide ich mich für eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit einem Wärme/Kälteregister.

Als Wärmepumpe habe ich die neue Superleise 9kW K Generation auserwählt.

Fazit

Ich werde weder Andreas Schmitz noch seine 1500 von Splitklimas begeisterte versuchen von ihrem Weg abzubringen.
Werde aber aufgrund meiner eigenen Erfahrungen diese Lösung niemandem der mich fragt empfehlen.

K Serie Super leise

Endlich ist die lang erwartete K Serie als super leise Version verfügbar.
Lange Zeit gab es keinen modernen Nachfolger für die extrem leisen H – SW T-CAP Modelle. Seit Ende Januar sind die Wärmepumpen der K T-CAP Serie als super leise Ausführung verfügbar.
In diesem Beitrag werden wir die Modelle vorstellen.

Verfügbare Modelle

Es gibt drei Außeneinheiten:

  • WH-UQZ09KE8
  • WH-UQZ12KE8
  • WH-UQZ16KE8

Allen Außeneinheiten gemein ist:

  • 400V
  • T-CAP
  • zwei Lüfter
  • Außenfarbe anthrazit

Passend zu den Außeneinheiten werden 3 Inneneinheiten angeboten:

  • WH-ADC0912K9E8AN2
  • WH-ADC0912K9E8AN3
  • WH-ADC16K9E8AN2
  • WH-ADC16K9E8AN3
  • WH-SXC09K9E8
  • WH-SXC12K9E8
  • WH-SXC16K9E8

Wer jetzt mehr als 3 gezählt hat hat richtig und gleichzeitig falsch gezählt.

Die Inneneinheiten sind in 3 Gruppen einzuordnen:

  • Hydromodul ohne Warmwasserspeicher
  • Kombi-Hydromodul mit 185l Warmwasserspeicher
  • Kombi-Hydromodul mit 260l Warmwasserspeicher

Die Innengeräte sind aus der „normalen“ T-CAP Serie bekannt. Es gibt keinen Unterschied zu den nicht super leisen Geräten.

Weiterer Text folgt bald…

J-sha in anthrazit

Die berühmte und oft nachgefragte J- Serie der Monoblock Wärmepumpen steht wieder zur Verfügung. In den Leistungsstufen 5, 7 und 9kW sind die reinen Monoblockgeräte seit Ende Januar 2026 bei uns erhältlich. In diesem Beitrag werden wir die bekannten Monoblöcke vorstellen und und die Unterschiede zum alten Design aufzeigen.
An diesem Beitrag wird noch gearbeitet, öfter reinschauen lohnt.

Modelle

Wie „damals“ gibt es auch jetzt 3 Modelle die sich sehr ähnlich sind.

Die Hardware unterscheidet sich nicht von den beige-farbenen Modellen.

Auch das Kältemittel ist weiterhin R32 und der Produktionsstandort ist Malaysia.

Das Bedienteil hat sich auch nicht geändert.

Einzig ist die Schalldämmung aus spürbar besserem Material und passgenauer montiert.

Bilder

Weiterer Text folgt bald

Hydraulische Druckschläge und Schäden am Brauchwasserspeicher

Wir haben aktuell einen Fall wo ein Tesy Trinkwasserspeicher im Inneren im unteren Bereich Schäden in der Emaille aufweist.

Laut Hersteller sind diese Schäden bekannt. Diese Rillen entstehen durch Druckschläge die sich im unteren Bereich des Speichers ausbreiten und die Emaille abplatzen lassen.

Beispiel für durch Druckschläge zerstörte Emaille in einem Brauchwasserspeicher
Schäden durch Druckschläge nur im unteren Bereich. Die restliche Emaille ist in Ordnung.

Diese Art von Schäden sind nicht durch Gewährleistung oder Garantie gedeckt. Bitte überprüfen Sie Ihre Hydraulik vor dem Einbau eines neuen Brauchwasserspeichers.

Hintergrundinfo zu Druckschlägen

Druckschläge in der Hydraulik sind schlagartige Druckschwankungen, die durch das abrupte Schließen von Ventilen, plötzliche Pumpen-Ein- oder Ausschaltungen oder Änderungen des Volumenstroms entstehen. Diese Druckstöße können zu erheblichen Schäden wie Rohrbrüchen, Vibrationen, Lärm und teuren Anlagenausfällen führen, da die Flüssigkeit ruckartig eine größere Dämpfung erfährt und die kinetische Energie umgewandelt wird. Zur Vermeidung werden Druckkompensatoren, Blasenspeicher oder Windkessel eingesetzt, die die plötzlichen Druckanstiege dämpfen.

Was ist ein Druckschlag?

Ein Druckschlag (auch Druckstoß oder Wasserschlag) ist eine dynamische Druckänderung in einem Flüssigkeitssystem.

Er entsteht, wenn sich der Volumenstrom einer Flüssigkeit plötzlich ändert, zum Beispiel durch das schnelle Schließen eines Ventils oder das plötzliche Stoppen oder Starten einer Pumpe.

Ursachen für Druckschläge

Schnelles Schließen von Ventilen: Eine Absperr- oder Stellarmatur wird zu schnell geschlossen.

Pumpenbetrieb: Plötzliches Ein- oder Ausschalten einer Pumpe.
Änderungen des Volumenstroms: Jede Abruptheit im Fluss der Flüssigkeit kann einen Druckstoß auslösen.

Folgen von Druckschlägen

Mechanische Schäden: Rohrbrüche, beschädigte Verbindungen und defekte Pumpen.
Betriebsstörungen: Vibrationen, Lärm und kostspielige Anlagenstopps.
Erhöhte Kosten: Notwendigkeit der Auslegung von Anlagenkomponenten für höhere Drücke und Kosten für Reparaturen und Ersatzteile.

Möglichkeiten zur Vermeidung von Druckschlägen

Langsameres Schließen von Ventilen: Verringert die Geschwindigkeit der Druckwelle.

Einsatz von Druckkompensatoren: Regelt den Druck und hält ihn konstant.
Verwendung von Dämpfungselementen: Blasenspeicher oder Windkessel fangen die Druckspitzen ab.
Anpassung der Systemparameter: Eine Änderung der Strömungsgeschwindigkeit oder der Anfahr- und Abfahrzeiten von Pumpen kann Druckstöße reduzieren

Einsatzbedingungen der Wärmepumpe

Aus aktuellem Anlass der Gluthitze möchte ich darauf hinweisen, dass die Wärmepumpen, wie viele andere technischen Geräte auch, nur innerhalb gewisser Temperaturgrenzen eingesetzt werden können.

Bei den Panasonic Aquarea Wärmepumpen sind diese Einsatzgrenzen:

Kühlbetrieb: von 10°C bis 43°C
Brauchwasser: von -25°C bis 35°C
Heizbetrieb: von -25°C bis 35°C

Für die K Generation (5,7,9kW) der Aquarea Wärmepumpen werden folgende Grenzwerte angegeben:

Kühlbetrieb: von 10°C bis 43°C
Brauchwasser: von -25°C bis 35°C
Heizbetrieb: von -25°C bis 35°C

Für die L Generation der Aquarea Wärmepumpen werden folgende Grenzwerte angegeben:

Kühlbetrieb: von 10°C bis 43°C
Brauchwasser: von -25°C bis 35°C
Heizbetrieb: von -22°C bis 35°C

Für die M Generation der Aquarea Wärmepumpen werden folgende Grenzwerte angegeben:

Kühlbetrieb: von 10°C bis 43°C
Brauchwasser: von -28°C bis 43°C
Heizbetrieb: von -28°C bis 35°C

Die Temperaturwerte beziehen sich auf die Außentemperatur.

Südaufstellung oder doch nicht in der prallen Sonne`?

In diesem Zusammenhang ist die oft gehörte Empfehlung, die Wärmepumpe im Süden aufzustellen, zu betrachten.

Im Winter und in der Übergangszeit, mag diese Empfehlung zu geringen Effizienzgewinnen führen. Im Sommer, auch dann will man warm duschen und braucht warmes Brauchwasser, können die Temperaturen die Einsatzgrenzen der Wärmepumpe überschreiten und die Erzeugung von Brauchwasser kann zu einem Fehler führen (Heizen werden die wenigsten bei 35°C müssen).

H98

Wenn bei warmen Wetter der Fehler H98 erscheint, dann muss nicht unbedingt ein Fehler im Gerät vorliegen. Es könnte durchaus sein, dass es der Wärmepumpe zu warm ist.

Das Stromgedöns 2

Nachdem es schon einen Betrag zu Thema Strom gibt, siehe https://rjtec.eu/blog/das-stromgedoens/ , ist es aufgrund aktueller Anlässe unvermeidlich das Thema wieder aufzuwärmen.

Wärmepumpe knusprig gegrillt

Es blutet einem das Herz wenn eine neue Wärmepumpe vom selbsternannten Haus und Hofelektriker angeschlossen wird und dann beide Platinen durchgebrannt sind, weil statt den entspannten 230V (also L und N) man sich irgendwo im Verteilerkasten verkabelt hat und die Wärmepumpe 400V (also L1 und L2) auf ihre Stromanschlüsse bekommt.

Wer misst der misst oftmals Mist, aber in diesem Fall hätte ein einfacher zweipoliger Spannungsprüfer (bitte nicht diese Schraubendreher mit einem Glühdings als Prüfgerät für irgendetwas hernehmen) ein Grillfest innerhalb der Wärmepumpe verhindert.

Lose Kabel

In einem anderen Fall war die 400V T-CAP richtig an die Stromversorgung angeschlossen. Aber da waren noch Kabel an der Wärmepumpe angeschlossen. Wie wir aus dem Beitrag: https://rjtec.eu/blog/alles-hat-ein-ende/ wissen, hat ein Kabel nicht nur ein Ende, nein, es hat derer zwei.

Und wenn das zweite Ende irgendwo in der Gegend baumelt und etwas metallenes berührt, dann fliegen Funken. Wenn man Glück hat, dann sind die Sicherungen geschmolzen, bevor die Platine(n) sich im Elektronikhimmel gemütlich gemacht haben.

PV Wechselrichter oder Batteriespeicher

Ein Fall der mehrere Platinen gebraten hat war nach dem Einbau eines PV Batteriespeichers zu beklagen.

Es stellte sich heraus, dass der Installateur sich ein Erdungskabel gespart hat und dies die Wärmepumpe mehrere Platine gekostet hat.

Da man erstmal nicht den Fehler bei sich bzw. dem Elektrofachmann der den Speicher installiert hat sucht, sondern die Wärmepumpe in Verdacht hat, besorgt man sich eine neue Platine und ärgert sich dass diese wieder nach einem Wimpernschlag defekt ist.

Elektrischer Schutz

Die Panasonic Wärmepumpen sind mehrfach elektrisch geschützt. Zum einen sind es die Leitungsschutzschalter, die in der Zuleitung zur WP sein sollten.

Dann sind am „Eingang“ zur Wärmepumpe immer RCD oder FI.

Auf den Platinen sind meist mehrere Schmelzsicherungen.

Alles Prüfen

Sollte die Wärmepumpe nach einem wenig fachkundigem Einsatz an der Elektrik nicht mehr funktionieren, so sind alle Schutzorgane zu prüfen.

Gerade die Schmelzsicherungen sind teilweise schlecht sichtbar und sollten im ausgebauten Zustand geprüft werden.

Blitz und Donner

Wir hatten erst wenige Wärmepumpen die ein Gewitter nicht überlebt haben. In allen Fällen war eine Reparatur nicht erfolgreich. Heute empfehle ich den Neukauf nach einem Überspannungsschaden.

Es ist sehr schwer den Fehler zu finden und auch wenn es z.B. nur eine Platine erwischt hat, kann niemand garantieren, dass die andere Platine lange (über-)lebt.

R410A Verbot ab 1.1.2025

Aus einigen Anfragen wissen wir, dass dieses Thema manch Kunden beschäftigt.

F-Gase-Verordnung 517/2014

Gemäß F-Gase-Verordnung 517/2014 ist das Inverkehrbringen von Mono-Splitklimageräten mit einer Kältemittelfüllmenge unter 3 kg, die fluorierte Treibhausgase mit einem GWP von 750 oder mehr enthalten oder zu ihrem Funktionieren benötigen, ab 1. Januar 2025 verboten.
Die vorgefüllte Split-Klimaanlage gilt als in Verkehr gebracht, sobald sie in den zollrechtlich freien Verkehr überführt wurden.
D.h. alle von uns angebotenen Split-Klimaanagen mit einem Kältemittel dessen GWP größer als 750 ist, die sich im zollrechtlich freien Verkehr befinden (also in der EU sind), können verkauft und installiert werden.

R410A ist nicht verboten, noch nicht

Unsere Wärmepumpen, die R410A enthalten, z.B.:

  • KIT-WQC09H3E8
  • KIT-WQC12H9E8

dürfen auch nach dem 1.1.2025 verkauft und installiert werden. Diese dürfen auch noch in den kommenden Jahren gewartet und Kältemittel darf ggf. nachgefüllt werden.

Verboten werden soll der Import/Herstellung neuer vorgefüllter Wärmepumpen mit z.B. R410A und unter 3kg Kältemittelmenge.

Förderung auch für R410A

Auch für die Superleisen KIT-WQC von Panasonic können Sie eine Förderung von der KfW im Rahmen von z.B. Programm 458 bekommen. Wir unterstützen hier als Fachunternehmen.